Bezirks- / Jägergruppe Altona Blankenese
Bezirks- / Jägergruppe    Altona Blankenese 

Bild: Michael Ochsenkühn  / pixelio.de

Projekte & Aktionen

Auf dieser Seite berichten wir von besonderen Veranstaltungen unserer Jägergruppe:

- Motorsägekurs

- Nistkastenbau

- Reptilienbiiotop

Motorsägekurs

am 6.Juni 2020

Am Anfang war die Theorie

Sieben Mitglieder unserer Jägergruppe haben viel gelernt beim Grundkurs Motorsäge und hatten noch mehr Spaß. Der war in erster Linie dem Humor und der Kompetenz von  Bodo Voigt zu verdanken. Der Ausbilder im Hamburger Landesverband für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau vermittelte 6 Jägern und einer Jägerin die Grundlagen des Umgangs mit der Motorsäge, beginnend bei den wichtigsten Sicherheitsbestimmungen und der notwendigen persönlichen Schutzausrüstung über eine gründliche Einweisung in die Bedienung der benzin- und akkugetriebenen Geräte bis hin zu einzelnen Schnitttechniken. Das großzügige und gut ausgestatte Schulungszentrum des Verbands am Volkspark bot dazu unter „Corona-Bedingungen“ einen guten Rahmen.

Muskelarbeit

Am Nachmittag wurde die Theorie unter freiem Himmel und bei gutem Wetter in die Praxis umgesetzt. Dazu lagen diverse Stämme in unterschiedlicher Stärke bereit. Doch zuvor mussten die Maschinen gestartet werden, was bei den 2-Takt-Benzinern doch allerlei Geschick erforderte. Doch schließlich knatterten die Geräte vollzählig und die Teilnehmer konnten sich nach Herzenslaune darin üben die Säge richtig anzusetzen und mit Ober- und Unterschnitten das Holz zu zerteilen. Für einige stand auch das Wechseln der Sägekette und ihr sachkundiges Schärfen auf dem Programm.

Silkes saubere Schnitte

Und schließlich gehörte auch die gründliche Reinigung des Werkzeugs mit Bürste, Lappen und Druckluft zum Pensum. Am Ende hielten alle Sieben ein Zertifikat in ihren glücklichen Händen, das sie befähigt in Forstbetrieben als sog. Selbstwerber Holz aufzuarbeiten oder Motorsägen z.B. beim Hochsitzbau einzusetzen.

Nistkastenaktion auf dem Friedhof Blankenese

am 7. März 2020

 

Alle Vögel sind bald da – und suchen ein sicheres Zuhause für ihre Jungen. Leider wird in unserer Stadt auch der Wohnraum für die wildlebenden Tiere knapp, für die heimischen Singvögel z.B.: Wärmedämmungen und Sanierungen lassen an den Häusern die Ecken und Kanten und Ritzen verschwinden und hohle Bäume gibt es aus Gründen der Verkehrssicherheit kaum noch. Zusätzlich sind die possierlichen Eichhörnchen leider leistungsstarke Nesträuber und Nachbars Kater Mohrchen holt sich auch seinen Teil. Da haben jetzt im beginnenden Frühjahr nicht nur Amsel, Drossel, Fink und Star, sondern auch Meise, Dompfaff, Kleiber und viele andere ihre liebe Mühe, geeignete Nistmöglichkeiten für die Jungenaufzucht zu finden. Die Bezirksgruppe Altona des Hamburger Landesjagdverbands hatte deshalb Anfang März eingeladen zu einer Nistkastenaktion auf dem Blankeneser Friedhof. Dem Ruf folgten Jung und Alt, Familien und Singles und bald hämmerten und schraubten viele fleißige Hände vorgefertigte Bausätze zu Vogelhäusern zusammen. Unterschiedlich große Einfluglöcher  bieten den unterschiedlichen Arten jeweils passende Brutmöglichkeiten, auch für die Nischenbrüter wie Hausrotschwanz oder Zaunkönig ist etwas im Angebot und sogar ein Eulenkasten ist dabei. Manche der fleißigen Handwerker und Handwerkerinnen nagelten zum ersten Mal im Leben einen Nistkasten zusammen, andere brachten wertvolle Vorerfahrungen mit.

Und alle zusammen freuten sich über das gute Wetter und den leckeren Butterkuchen.  Aber bald mussten die properen Eigenheime an geeignete Stellen gebracht werden. Unter der Leitung von Stadtjäger und Ornithologe Horst Gruba machten sich die „Zimmerleute“ mit Hammer, Nagel und Leiter ausgerüstet auf den Weg um passende Bäume zu finden. Das war gar nicht so einfach, denn die künftigen gefiederten Bewohner stellen allerlei Ansprüche. Wetterabgewandt, der Morgensonne entgegen sollte die Lage schon sein. Und hoch genug, dass menschliche und tierische Störenfriede nicht so leicht daran kommen können. Zu dicht sollte der Bewuchs auch nicht an die Kästen reichen, so dass gefräßige Eichhörnchen, Marder und Co kein zu einfaches Spiel bekommen. Zum Glück war Adolf Schmid mit seinen 79 Jahren und seinen langen Erfahrungen als Malermeister zugegen und gerne bereit, auf die hohe Leiter zu klettern und dort oben in luftiger Höhe den Hammer zu schwingen.

So fanden dann am Ende des Tages alle 38 Kästen einen geeigneten Platz.

Alle Kästen bekamen eine Nummer, so daß die Erbauer nun über das Jahr verfolgen können, wer dort und mit welchem Erfolg wohl brütet. Und für den Herbst steht schon die Verabredung zum Wiedertreffen: dann werden die Kästen gereinigt und „winterfest“ gemacht damit sie dann im folgenden Frühjahr aufs Neue bezogen werden können.

Ulrike Drechsler, die Leiterin des Friedhofs, freute sich über die Aktion und stellte gerne eine Fahrzeughalle und Tische und Bänke zur Verfügung. Für sie ist der Friedhof mehr als eine Ruhestätte für die Toten. Auch die Lebenden sollen hier einen Platz finden für Trauer und Freude, für Erinnerungen oder auch ganz einfach zur Erholung im Trubel der Stadt. Deshalb bietet der Blankeneser Friedhof viele lauschige Ecken und geschützte Winkel als Orte zum Verweilen. Und was gibt es Schöneres, als dort auf einer Bank zu sitzen und den Singvögel zuzuhören?

Aktionstag Sülldorfer Feldmark

 am 16. Februar 2019

noch verstellen die Silageballen das künftige Reptilienbiotop

dicke Stämme bilden ein solides Fundament

der jagdliche Bautrupp:

Horst Gruba

Ralf Kerfack

Bernd Neumann

(von rechts nach links)

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Bezirks-/ Jägergruppe Altona-Blankenese im Landes Jagd- und Naturschutzverband Hamburg