Bezirks- / Jägergruppe Altona Blankenese
Bezirks- / Jägergruppe    Altona Blankenese

Bild:  huber/pixelio.de

Patenschaft für Jagdscheinaspiranten und Jungjäger

 

Unsere Jägergruppe freut sich über neue Mitglieder. Wenn Sie Jagdscheinanwärter (-in) sind oder die Jägerprüfung vor kurzem bestanden haben unterstützen wir Sie gerne bei den ersten Schritten ins Jägerleben: Im Rahmen unseres Patenschaftsprogramms für Jagdscheinaspiranten und Jungjäger bieten wir Ihnen/Dir auch schon vor dem Beitritt zu unserer Gruppe die Möglichkeit als Gast mit auf Jagd zu gehen, die Teilnahme an unseren regelmäßigen Gruppenschießen und natürlich auch die Teilnahme an unseren Gruppenabenden. Außerdem geben wir gern unsere Erfahrungen weiter, sei es beim Kauf von Waffen oder Ausrüstung, auf der Suche nach einer Jagdmöglichkeit oder Tipps zur jagdlichen Praxis.

 

Interesse? Wende Dich an Jörn Vinnen unter gruppenleiter.stellvertreter@jaegergruppe-altona-blankenese.de

 

 

Zerwirken für Jungjäger/innen

Am meisten lernt man im direkten Kontakt miteinander – das bleibt auch in Zeiten von Internet, Youtube und Whatsapp eine sichere Gewissheit. Und so organisiert Altona-Blankenese schon seit einiger Zeit den Transfer von Wissen und Erfahrung von einer Jägergeneration zur Nächsten. Anfang Juni war „Zerwirken und Aufarbeiten“ dran. Zwei Weidgenossen hatten in den letzten Maitagen Weidmannsheil gehabt und stellten einen reifen Bock und ein Schmalreh zur Verfügung. Manfred Lewerenz, Schlachtermeister mit 50 Jahren Jagderfahrung, steuerte seinen Garten, sein Werkzeug und vor allem seine Kenntnisse im Umgang mit dem Lebensmittel Fleisch bei. 6 Jungjäger und eine Jungjägerin machten sich bei Sonnenschein und Bier über die Stücke her, schlugen sie nach Anleitung aus der Decke und zerwirkten sie ziemlich sachgerecht in die großen Teile. Danach war Manfred Lewerenz an Zug: er zeigte, wie man die Schnitte richtig setzt damit aus einer Keule leckere Steaks für den Grill werden, wie aus dem Träger eines Schmalrehs ein raffinierter Rollbraten wird, präparierte eine andere Keule als Festtagsbraten ( er legt den Knochen fei, entfernt ihn aber nicht – so bleibt’s schön saftig und läßt sich wunderbar aufschneiden!). Dazu jede Menge Tipps und Tricks aus der Schlachterkiste. Sein Geheimtipp: „Eine Wildsauce verlängere ich mit kaltem Kaffee, die Röstaromen verbinden sich harmonisch, der volle Geschmack bleibt erhalten – und es reicht für die doppelte Anzahl von Gästen!“ Bei ihm wird außer Haupt, Decke und Läufen (fast) nichts weggeworfen: was nicht mehr zum Gulasch oder Hackfleisch taugt wandert in den Kochtopf und wird zu Saucenfond. Der wird in Eiswürfelbeutel eingefroren. So hat er ihn immer zur Hand um selbst beim Kurzgebratenem für eine einzelne Person blitzschnell in der Pfanne eine leckere Sauce zu zaubern.

Aber die Jungjäger/innen lernen natürlich noch mehr: sie werden von erfahrenen Altjägern mitgenommen auf Pirschgänge, mit Glück fällt sogar eine Jagdeinladung ab und auf dem Schießstand ist keine Frage zu blöd und kein Schütze zu ungeschickt. Die wichtigste Ressource dabei von beiden Seiten ist das ehrliche Interesse aneinander und an der Sache. Und das alles bewusst nicht in der Form eines starren Kurses, sondern konsequent entlang an den Interessen und Gelegenheiten. So wie im Garten von Manfred Lewerenz.

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Bezirks-/ Jägergruppe Altona-Blankenese im Landes Jagd- und Naturschutzverband Hamburg